Programm 2020


Mozart und J. Chr. Bach: Passionsmusik

Sonntag 1. März 2020, 17 Uhr, Kloster St. Urban

Telemann: Passionsoratorium „Die gekreuzigte Liebe“

Sonntag 5. April 2020, 17 Uhr, Kloster St. Urban

Quanto Dolce

Sonntag 3. Mai 2020, 17 Uhr, Kapelle St. Antonius Altbüron

Sonntag 10. Mai 2020, Matinée zum Muttertag, 11:15 Uhr, Reformierte Kirche Wangen a. Aare

Flamenco und Follias

Sonntag 5. Juli 2020, 19 Uhr, Badi Roggwil

Les Nations 

Sonntag 30. August 2020, 17 Uhr, Festsaal Kloster St. Urban

Purcell: Birthday music for the Queen

Sonntag 18. Oktober 2020, 17 Uhr, Festsaal Kloster St. Urban

Media Vita: Trauermusik von Bach und Telemann

Samstag 21. November 2020, 19 Uhr, Reformierte Kirche Wangen an der Aare
Sonntag 22.November 2020, 17 Uhr, Bettlach

Weihnachten im Schloss

Dienstag 15. Dezember 2020, 19:30 Uhr Schloss Thunstetten

Die Programme im Detail

Chorwerke zur Passion

Sonntag 1. März 2020, 17 Uhr, Kloster St. Urban

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Grabmusik KV 42

Johann Christian Bach (1735-1782): Miserere in B-Dur WE10

Stephanie Bühlmann, Sopran
Astrid Pfarrer, Alt 
Andreas Jaeggi, Tenor 
Martin Kronthaler, Bass 

Projektchor Chorus Conventus St. Urban 
Grenzklang Barockorchester

Am ersten Sonntag in der Fastenzeit heisst unser Programm „Grabmusik“ und beinhaltet zwei Werke: Mozarts Grabmusik, und Johann Christian Bachs Psalmvertonung Miserere. 

In seiner Grabmusik zeigt sich der junge Mozart quasi als Sturm und Drang-Komponist. Das Werk gehört zur Gattung „Sepolcro“ (Rappresentazione sacra al Santissimo Sepolcro) und erklingt originalerweise an Karfreitag. Das Miserere von Johann Christian Bach stammt aus seiner Zeit als Organist am Mailänder Dom und ganz im Galanten, auch als Rokoko bezeichneten Stil gehalten.

Eintritt 30.-, Kinder und Jugendliche gratis

kein Vorverkauf, Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn

Telemann: Passionsoratorium „Die gekreuzigte Liebe“

Sonntag 5. April 2020, 17 Uhr, Kloster St. Urban

Barbara Böhi, Sopran 
Ruth Achermann, Sopran
Felix Rienth, Tenor
Christian Marthaler, Bass
Patrick Oetterli, Bass

Telemann-Vokalensemble

Grenzklang Barockorchester

Das Libretto des Werkes richtet im ersten Teil der Passion den Blick auf die Verfehlungen der Menschen, also auf die Gründe für Jesu Leidensweg und Tod am Kreuz, der, zerknirscht über seine Sünde der Verleugnung, an dieser Tat beinahe verzweifelt und sich in Selbstvorwürfen ergeht. Eingerahmt wird dieser Abschnitt von zwei für Telemann und seiner Zeit typischen allegorischen Figuren, der Andächtigen und der Gläubigen Seele, die, aus einer gewissen Distanz, beobachten und kommentieren. Zwei bewegende Chöre umschliessen den zweiten Teil, in dem die Kreuzigung Christi dominiert. 

Jesus selbst und die beiden allegorischen Figuren sehen darin eine Heilstat aus Liebe zu den Menschen, während sich historische Personen aus dem direkten Umfeld Jesu auf unterschiedlichste Weise zu den Geschehnissen äussern. 

Johann Ulrich Königs Libretto ist reich an Metaphern, Reizwörtern, mitunter auch an drastischen Bildern und provokanten Aussagen. All das veranlasste Telemann zu einer sensiblen, dem Text eng nachempfundenen Musik, deren Eindringlichkeit sich auch die heutigen Konzertbesucher nicht entziehen können. 

Quanto Dolce: Süsse Leidenschaften

Sonntag 3. Mai 2020, 17 Uhr, Kapelle St. Antonius Altbüron

Sonntag 10. Mai 2020, Matinée zum Muttertag, 11:15 Uhr, Reformierte Kirche Wangen a. Aare

Carmela Konrad, Sopran

Grenzklang Ensemble:
Sabina Weyermann, Blockflöte & Barockoboe
Bernhard Maurer, Violoncello
Rainer Walker, Cembalo

Die Liebe ist grenzenlos. Für Komponist*innen wie Musiker*innen ist sie eine Quelle schier unerschöpflicher Inspiration. Die Liebe zur Natur, zur Schöpfung, zur Fülle und Blumenpracht, zur Angebeteten und zum Schäfer wird in diesem Programm besungen. Barocke Musik aus England und Deutschland verbreitet Frühlingsstimmung und gute Laune, lässt Herzen schmelzen und Freudentränen schimmern. 

Das Grenzklang Ensemble lässt, zusammen mit der vielseitigen und mit einer wunderbaren Stimme begnadeten Sopranistin Carmela Konrad, das Publikum an diesen barocken Köstlichkeiten teilhaben. Die Musik lädt ein zur Stille, zur Einkehr, und bringt die Dankbarkeit dem Leben gegenüber wunderbar zum Ausdruck. 

Eintritt 25.-; Vorverkauf, Kasse eine Stunde vor Konzertbeginn (Altbüron)

Kollekte am Ausgang, Richtpreis 25.- (Wangen a. Aare)

Flamenco und Follias

Sonntag 5. Juli 2020, 19 Uhr, Badi Roggwil

Larsen Genovese, Geige
Nick Perrin, Gitarre
Emre Aydın, Bass
Rocío Fernández, Tanz

Irene Benito Temprano, Barockvioline
Sabina Weyermann, Blockflöte
Beate Schnaithmann, Cello
Rainer Walker, Cembalo

Ein Tribut an den Sommer, die Hitze und südlichen Länder. Und vielleicht lässt sich für einen Moment vergessen, dass die Badi Roggwil nicht das Meer ist. Die Verbindung in einem Konzert von traditionellem Flamenco und italienischen und spanischen Follias (Verrücktheiten) lässt den Puls höher schlagen, den Schweiss treiben und die Sinne verwirren. 

Eintritt 25.-, Kinder und Jugendliche 10.-

Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn

Les Nations 

Sonntag 30. August 2020, 17 Uhr, Festsaal Kloster St. Urban

L’Estro Armonico

Nadja Camichel, Traverso
Sabina Weyermann, Blockflöte & Barockoboe
Isabel Soteras Valenti & Anna Ritter, Violine
Florent Laplanche, Viola
Monika Ecker, Cello
Shuko Sugama, Kontrabass
Adhi Jacinth Tanumihardja, Cembalo

www.lestroarmonico.com

Das Europa des 18. Jahrhunderts hatte eine große Vielfalt an Musik vorzuweisen. Besonders Frankreich und Italien pflegten sehr unterschiedliche Nationalstile: Die vom Versailler Hof geprägte französische Musik galt als elegant und kunstvoll, die Musik der zahlreichen italienischen Kulturstädte als dramatisch-impulsiv und virtuos. Deutschland lag nicht nur geografisch in der Mitte: Die großen Komponisten des deutschen Hochbarock eigneten sich sowohl den italienischen als auch den französischen Nationalstil an, reicherten ihn mit dem Kontrapunkt der deutschen Tradition an und schrieben im „vermischten“ Stil.

Bereits damals war ein europäisches Zusammenwachsen im Gange: Musiker reisten viel, und auch die musikalischen Werke selbst gingen dank des noch recht neuen Notendrucks nun auf Reisen und wurden grenzüberschreitend bekannt.

Eintritt 25.-, Kinder und Jugendliche 10.-

Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn

Purcell: Birthday music for the Queen

Sonntag 18. Oktober 2020, 17 Uhr, Festsaal Kloster St. Urban

Henry Purcell (1659-1695): Birthday Odes for Queen Mary 

«Love’s Goddess sure was blind» Z.323 und «Come, Ye Sons of Art» Z.331

Annina Mertens, Sopran
David Feldman, Countertenor
Javier Robledano Cabrera, Countertenor
Ismael Arroniz, Bass

Projektchor Chorus Conventus St. Urban

Grenzklang Barockorchester

Wie bei den Briten nicht anders zu erwarten: wenn es um das Königshaus geht, reicht die musikalische Palette von einfühlsam einschmeichelnd bis Pomp and Circumstance! 

Insgesamt fünf Chornummern bieten sich in diesem Programm an, zwei in der ersten, nicht so bekannten, drei in der zweiten, mit vielen schönen Melodien bestückten, oft aufgeführten Ode. Das Orchester wird das Programm mit passender festlicher Musik ergänzen.

Media Vita: Trauermusik von Bach und Telemann

Samstag 21. November 2020, 19 Uhr, Reformierte Kirche Wangen an der Aare

Sonntag 22.November 2020, 17 Uhr, Bettlach

Telemann: „Du aber Daniel gehe hin“,

TrauerkantateBach: „Mitten wir im Leben sind“, Choral BWV 383                                                             

M. Mc Glynn: Media Vita

Bach: „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“, Kantate BWV 106 (Actus Tragicus)

Carmela Konrad, Sopran
Barbara Erni, Alt 
Achim Glatz, Tenor
Markus Oberholzer, Bass und Gesamtleitung 

Vokalensemble stimmig
Grenzklang Barockensemble

Auch einfach als Kunstwerk betrachtet, ist der „Actus tragicus“ von einer fast unaussprechlicher Schönheit. Seine Schönheit lässt sich tatsächlich nicht aussprechen, auch wenn wir über sie sprechen können…  Zuletzt jedoch erkennen wir, dass die Grösse grosser Musik gerade darin besteht, dass sie das Unaussprechliche zum Ausdruck zu bringen vermag. (J.R.Gaines 2008)

Grenzklang nähert sich in seinem Novemberkonzert zusammen mit seinen Solisten und dem jungen Ensemble „stimmig“ auf musikalische Weise der menschlichen Grenzerfahrung Leben und Tod. Kein Komponist erreicht mit seiner musikalischen Textauslegung eine grössere spirituelle und psychologische Tiefe wie J.S. Bach. Sein Zugang zum Sterben war geprägt durch die barocke Wirklichkeit: „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“, die den Tod, als Erfahrung der Erlösung, nicht fürchtet.
Schon durch die einzigartige Besetzung mit zwei Blockflöten, Gamben und Continuo überrascht der 23-jährige Bach in der einleitenden Sonatina mit einem überirdischen Klangbild. 

Als Kontrast zwischen den Kantaten ist das Ensemble „stimmig“ a capella mit „Media Vita“ von Michael Mc Glynn zu hören.

Eintritt 30.-

Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn

Weihnachtsoratorium BWV 248, Teile I, III, V

Samstag 5. Dezember 2020, 19 Uhr, Ref. Kirche Herzogenbuchsee

Sonntag 6. Dezember 2020, 17 Uhr Klosterkirche St. Urban

Carmela Konrad, Sopran 
Barbara Erni, Alt   
Joël Morand, Tenor
Markus Oberholzer, Bass 
Konzertchor Oberaargau

Grenzklang Barockorchester

„Die Vorfreude ist die schönste Freude“ sagt der Volksmund – so soll dieses Jahr das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in grosser Vorfreude auf Weihnachten zu Beginn des Advents erklingen.

„Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“, so beginnt der erste Teil des Werks mit der Erzählung der Weihnachtsgeschichte – der Geburt Jesu. Im bekannten Eingangschor mit Pauken und Trompeten wird das Publikum sofort angesprochen und vom Geschehen mitgerissen. Der dritte Teil „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“ beschreibt die Reise der Hirten zum Stall von Bethlehem und die Lobpreisung der Engelscharen. Und im fünften Teil „Ehre sei dir, Gott, gesungen“ steht der Besuch der Waisen aus dem Morgenland im Mittelpunkt.

Eintritt 40.-/ 30.-, Vorverkauf

Weihnachten im Schloss

Dienstag 15. Dezember und Mittwoch 16. Dezember 2020, jeweils 19:30 Uhr Schloss Thunstetten

Moritz Ackermann, Tenor und Erzähler
Sabina Weyermann, Blockflöte
Bernhard Maurer, Cello
Rainer Walker, Cembalo

Für zwei Abende geniessen wir Gastrecht im 1721 erbauten Landschloss des Hieronymus von Erlach. Vielleicht wird für einen Teil des Publikums ein Traum wahr: Feiern im Schlosssaal, mit grossem Tannenbaum, Gold, Glanz und Weihnachtsmusik. Nicht ganz so pompös wie die Geburtstagsfeier der Queen. Lustvoll und zeitweilig mit einem Augenzwinkern präsentieren wir durch vier Jahrhunderte Weihnachtsmusik.

Musik aus vier Jahrhunderten, von Mystisch bis kitschig, funkelt durch den Abend. Nachdem ein ähnlicher Abend im Jahr 2018 auf grosse Resonanz gestossen ist, haben wir uns entschieden, den Anlass gleich zweimal durchzuführen. 

Eintritt 25.-, Kinder und Jugendliche 10.-

Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn